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Foto von etwa 1968


Bodo und sein Kamin-Tick
Im Herbst 1966 bezog ich als 22-jähriger Student der Werbewissenschaften das Fachwerkhaus am alten Windmühlenturm in Villip und verwirklichte gleich meinen Traum: "Ein offener Kamin!" - Ich klopfte den Schornstein in der Ecke so weit auf, wie es mir sinnvoll erschien, und baute das Ding aus Backsteinen auf. Sehr zustatten kam mir der Umstand, dass sich dort oben nie ein Schornsteinfeger blicken ließ.
Jahrelang tat dieser Kamin treue Dienste, bis ich, etwa 1973, einen schöneren wollte. Vor allem einen Sims sollte er haben. Und so baute ich an die gleiche Stelle den auf dem rechten Foto. Und bei diesem blieb es, bis ich Ende 1985 dort auszog und in die Alte Schule in Berkum übersiedelte.


Foto von etwa 1976



Kamin in der Alten Schule



Weißbuche100
Eiche99
Esche92
Ahorn81
Birke89
Ulme84
Rotbuche80
Weide71
Tanne70
Erle67
Lärche66
Espe65
Linde57
Pappel50
Kleine Holzkunde:

Vorübergehende Knappheitspreise bei Brennholz

In den letzten beiden Jahren sind aufgrund der hohen Gas- und Heizölpreise Hunderttausende von Kaminöfen neu in Betrieb genommen worden, so dass inzwischen abgelagertes, gutes Brennholz knapp und teuer geworden ist.

Das ist ja auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Kaminholzlieferant schon in diesem Winter abschätzen muss, wie viel er im übernächsten Winter wohl verkaufen wird.

Ich denke aber, diese Knappheit wird vorübergehend sein, denn schon heute kommt - leider nur frisches- Hartholz aus Osteuropa, liebevoll auf Paletten gestapelt, per Güterzug zu uns, und das zu konkurrenzlos billigen Preisen.

In der Zwischenzeit muss man sich halt behelfen, und da hilft die nebenstehende Tabelle mit den Heizwerten der verschiedenen Holzsorten pro Hohlmaß, wenn man Angebote vergleichen möchte.

Verfeuern Sie kein Nadelholz, denn durch dessen hohen Harzanteil versaut Ihr Schornstein!



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In der obenstehenden Brennholzliste entspricht die Note 100 dem Holz das pro Raummaß am meisten Wärme liefert. Holz mit Note 50 liefert nur die Hälfte dieses Werts.

Es sollte Holz verbrannt werden, das mindestens 18 bis 24 Monate geschützt an einem gut gelüfteten Ort getrocknet wurde. Im Sommer frisch gefälltes Holz (z.B. der Heckennachschnitt Ihrer Hainbuchenhecke) enthält 75% Wasser. Es brennt schlecht und kann Ofen und Shornstein durch Bildung von Teer- und Rußablagerungen beschädigen.

Selbst einen "alten Hasen" in Sachen Kamin wie mich hat es überrascht, dass Birke nur rund 10% geringeren Heizwert hat als Buche, ich hätte auf höchstens 70 geschätzt! Dieses Wissen kann man nutzen, denn man sagt: "Die Birke ist das Unkraut des Waldes".
Sie wird letztlich nur deswegen zwischen die Hartholz-Pflanzen gesetzt, damit Eiche oder Buche zunächst nur zum Licht streben und erst spät ihre Baumkrone ausbilden, denn je länger der Stamm, desto teurere Nutzholz-Preise (für Möbel, Parkett p.p.) kann man erzielen.
Sind die Edelstämme hoch, haben die Birken dazwischen ihren Zweck erfüllt und werden abgeholzt.

Also: Birke sollte billig zu bekommen sein, falls Gelegenheit, nimmt man (hier im Rheinland) ein paar Maibäume entgegen, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben

Zu Birke ist zu sagen, dass sie schnell trocknet: In diesem Winter geschlagene Birke kann man im nächsten Winter gut verbrennen (bei Maibäumen, die ja im beginnenden Saft stehen, halt ein Jahr später) .
Aber Vorsicht: Birke niemals länger als drei Jahre lagern! Sie wird danach morsch und zieht die Luftfeuchtigkeit an, und dann ist das Zeug feuchter als frisch geschlagen!
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